ehem. ev. Waldalgesheimer Kirche

ehemalige evangelische Waldalgesheimer Kirche

55425 Waldalgesheim

Auf dem Grundstück der wegen Bergschäden niedergelegten evangelischen Kirche und des ehemaligen Friedhofs haben die Heimatfreunde Waldalgesheim den alten Kirchengrundriss freigeräumt und die Umfassungsmauern knietief aufgemauert.

Der wieder sichtbare Kirchengrundriss erinnert an die Historie der Schäden durch Bergsenkungen und dient heute als Wahrzeichen des „untergegangenen“ Dorfes. Die Grünanlage befindet sich an der Neustraße nördlich der Keltenhalle. In Folge der Gewinnung des Eisenmanganerzes im nördlich gelegenen Grubenfeld Amalienhöhe begannen Bergsenkungen ab 1908 auf die Ortsbebauung von Waldalgesheim überzugreifen. Die Häuser des überwiegend ältesten Teils des Dorfes mußten abgerissen werden. Von den 1908 bestehenden 268 Häusern und Höfen lagen 177 in dem als Schadensgebiet anerkannten Grubengebiet. Bis in die 1970er Jahre wurden 157 Anwesen abgerissen. Für 37 Häuser und Höfe gab es keinen Ersatz. Im neuen Dorfbezirk entstanden 124 neue Ersatzbauten. Auch die katholische und die evangelische Kirche im Schadensgebiet respektive „Bruchgelände“ mussten abgerissen werden.

ehem. ev. Waldalgesheimer Kirche
ehem. ev. Waldalgesheimer Kirche Tafel

ehemalige evangelische Waldalgesheimer Kirche

55425 Waldalgesheim
Heimatfreunde
55425 Waldalgesheim


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