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Die folgenden Qualitätskriterien wurden auf der Grundlage der Qualitätskriterien des Deutschen Wanderverbandes durch das Rheinsteig®-Büro entworfen und in einigen Bereichen etwas spezifiziert. Ziel ist es, den Rheinsteig® nach den u. g. Qualitätskriterien zu führen und zu gestalten, um die Umsetzung eines reizvollen und hochwertigen Wanderweges zu ermöglichen, der dem Wandergast genau das bietet, was er sucht.

Wünsche der Wanderer

  • Naturgenuss in Abwechslung zu kulturellen Highlights
  • Entspannung und Erholung durch frische Luft, natürliche Ruhe, weichen Boden, Walderlebnis und Ruhebänke
  • reizvolle Spannung durch Steigungen und Steigstrecken, Weit- und Ausblicke, Abwechslungsreichtum, schmale Wege, urige Naturlandschaften
  • Orientierungssicherheit durch ein dichtes Markierungs- und Beschilderungskonzept
  • regionale Gerichte und Getränke sowie Übernachtung in Qualitätsbetrieben

Der Wandergast von heute... (Durchschnittswerte)

  • ist besonders reiselustig
  • entstammt der Altersgruppe 25 bis 75 Jahre
  • ist überdurchschnittlich gebildet und natursensibel
  • plant seine Reise meistens individuell und bucht die Unterkunft selbst
  • läuft ca. 4 Stunden pro Tag und legt ca. 15 km zurück
  • ist besonders gerne mit Freunden oder dem Partner unterwegs
  • scheut sich nicht vor Regenwetter und der kalten Jahreszeit
  • kehrt sehr gerne ein und freut sich am Abend über Wellness-Angebote
  • übernachtet überwiegend in Hotels und Gasthöfen, Dauer 1-3 Nächte

1. Wegeformat

  1. schmale Pfade haben Priorität (Gehspur weniger als 1 m breit)
  2. naturbelassene Erdwege haben Priorität (erdig, grasig, federnd)
  3. Asphaltstrecken möglichst vermeiden
  4. Strecken auf und neben befahrenen Straßen möglichst vermeiden

2. Wegeführung

  1. Abwechslung: Monotonie vermeiden, häufige Landschaftswechsel
  2. Streckenverlauf: kurvig, Zick-Zack, gewunden (Geradeaus-Passagen möglichst gering halten)
  3. nicht der kurze, sondern der attraktive Weg ist das Ziel (ggf. auf Abkürzungen durch Beschilderung hinweisen)

3. Landschaftspotenzial

  1. näheres, hoch gelegenes Rheinumfeld hat Priorität (möglichst nicht direkt am Rheinufer, möglichst nicht zu weit östlich des Rheins)
  2. wenn Ortsdurchquerungen nötig sind, dann nur gefällige Passagen einbinden (Altstadt, Villenviertel, Alleen, Promenaden)
  3. besonders attraktive Naturlandschaften berühren
  4. natürliche Gewässer tangieren
  5. punktuelle Naturattraktionen in der Nähe einbinden
  6. eindrucksvolle Aussichten in der Nähe einbinden
  7. kulturelle Sehenswürdigkeiten und Baudenkmäler in der Nähe direkt oder durch Zuwege anbinden

4. Infrastruktur

  1. Gastronomie in näherer Umgebung kann durch Zuwege angebunden werden
  2. Hotelbetriebe in näherer Umgebung können durch Zuwege angebunden werden
  3. auf Haltepunkte für Busse, Bahn und Parkplätze hinweisen

5. Wanderleitsystem

  1. Basismarkierung: fehlerfrei, eindeutig, einheitlich
  2. Markierung, Beschilderung: nutzerfreundlich, eindeutig, mit Richtungs- und Entfernungsangaben, in Sichtweite
  3. Vernetzung: mit anderen wichtigen markierten Wanderwegen, Zuwege zu Ortschaften, Einbindung bestehender Lehrpfade etc.
  4. Rastmöglichkeiten: Ruhebänke, Sitzgruppen, Schutzhütten
  5. Infotafeln: zur Orientierung, Information und Werbung

6. Qualitätsgastgeber am Rheinsteig

  1. erfüllen die Kriterien für wanderfreundliche Betriebe des Deutschen Wanderverbandes
  2. sind über Reservierungssysteme online buchbar
  3. tragen die Wanderphilosphie mit
  4. bieten Rheinsteig®-Literatur zum Kauf an
  5. informieren kompetent über die örtlichen Wanderwege
  6. sind erkennbar am Rheinsteig®-Logo
  7. liegen bis 2 km am Rheinsteig® und seiner Zugangswege
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